Einen Tag durchatmen und in die Weite blicken
Pastorale Mitarbeiter:innen im Dekanat verbringen einen geistlichen Nachmittag rund um Nürtingen.
Pastorale Mitarbeiter:innen in Kirchengemeinden und Einrichtungen sind in ihrer Arbeit vor Ort immer für andere da. Sie organisieren, hören zu und gestalten Angebote für andere. Umso schöner ist es, wenn sie einmal zu einer Veranstaltung kommen dürfen, bei der andere den Weg geplant und spirituelle Impulse vorbereitet haben.
„Gerade Seelsorger:innen brauchen ihre Quellen, um für andere da sein zu können. Solch eine Quelle kann der Geistliche Nachmittag sein“, erklärt Julia Albers von der Profilstelle glauben:leben im Dekanat Esslingen-Nürtingen und beschreibt damit die Idee hinter diesem Nachmittag. Gemeinsam machen sich 15 hauptamtliche Mitarbeiter:innen des Dekanats auf den knapp neun Kilometer langen Rundweg „Hochgeblickt“, der die Teilnehmenden durch den Wald und über die Felder rund um Nürtingen führt.
Mit Elija und Jugum unterwegs
Begleitet wurden die Stationen immer wieder von Gesten aus Jugum, dem christlichen Klosteryoga. Langsame, meditative Bewegungen, die mit bewusstem Atmen verbunden werden, bringen Körper und Geist zur Ruhe und ermöglichen spirituelle Gelassenheit. Mitten im Wald, am Rande der Erdbeerfelder und mit einem wunderschönen Blick auf die Schwäbische Alb konnten die Teilnehmer:innen so die Aufgaben des pastoralen Alltags hinter sich lassen und sich voll und ganz auf sich selbst und ihre Verbindung zu Gott einlassen. Ein Abschnitt aus der Elija-Geschichte prägte dabei die Stationen auf dem Weg und ließen erleben, wie es Elija mit Gottes Plänen erging.
Mit Impuls- und Austauschfragen, die Julia Albers und Monika Scafuro vorbereitet hatten, entdeckten die Teilnehmer*innen ihre eigenen Quellen, gingen auf die Suche nach versteckten Schönheiten im Wald oder unterhielten sich auch einfach locker über das, was sie gerade beschäftigt.
Wie geht es mir mit den Veränderungen?
Dabei kam auch immer wieder das Thema Zukunft der Kirche auf. Mit dem Weitblick auf den Albtrauf konnten die Teilnehmer*innen über ihre Position und ihren Blick darauf nachdenken. Was machen die kommenden Veränderungen mit mir? Kann ich das große Ganze gut überblicken oder möchte ich mich lieber wie Elija zurückziehen, weil ich mich fürchte?
Ein Zwischenstopp widmete sich besonders dem Thema Schmecken. Am Rande der Erdbeerfelder von Neckarhausen wartete eine bunte Schüssel voller Beeren darauf, verkostet zu werden. So gönnten sich die Teilnehmenden eine besondere Pause.
Auf dem letzten Stück des Weges durften die Teilnehmer:innen ihre Kreativität unter Beweis stellen. Der Himmel war nach dem Regen am Vormittag voller schöner Wolken, sodass einige lustige Wolkenbilder gesucht werden konnten. Dabei wurden Schiffe, Krokodile, Delfine und vieles mehr am Himmel entdeckt und fasziniert bestaunt.
Durchschnaufen und sich stärken für den pastoralen Alltag
Am Ende waren sich alle einig: Es ist wichtig, sich im Alltag Zeit zum Durchschnaufen zu nehmen, um sich auf die Menschen in den Kirchengemeinden und Einrichtungen konzentrieren und einlassen zu können. Denn nur, wer auch gut zu sich selbst ist, kann auch gut zu anderen sein.
Nach der geistigen durfte aber auch die körperliche Stärkung nicht zu kurz kommen und so machte sich die Runde gemeinsam auf, um den Abend im Biergarten gemütlich ausklingen zu lassen.


