Das Dekanat im Wandel

Die Dekanatsleitung informiert über die nächsten Schritte

Viele Menschen hören im Gemeindesaal in Wendlingen zu

Rund 100 Personen kamen in Wendlingen zusammen, um von der Dekanatsleitung die nächsten Schritte auf dem Weg zu neuen Raumschaften zu erfahren.

Schon bei der Begrüßung wurde deutlich, dass große Veränderungen anstehen:
„Bei der Fahrt hierher ist mir aufgefallen, dass ich gar nicht weiß, wie ich Sie alle begrüßen soll“, begann Dekan Volker Weber den Abend, „denn in dieser Konstellation mit so vielen Menschen treffen wir uns eigentlich nie.“ Diese seltene Gelegenheit hatte jedoch einen wichtigen Grund: Auch das Dekanat Esslingen-Nürtingen muss sich im Rahmen des Prozesses „Seelsorge in neuen Strukturen“ verändern und sich in neue Raumschaften aufteilen. So trafen sich Gewählte Vorsitzende und ihre Stellvertreter:innen der Kirchengemeinden und Pastoralräte, die leitenden Pfarrer der 14 Seelsorgeeinheiten sowie einige weitere pastorale Mitarbeiter:innen zu einem informativen Abend.

Wie ist Kirche zukünftig strukturiert?

Mithilfe einer Impulsgeschichte zum Thema Erstkommunion konnten sich die Teilnehmenden bildlich vorstellen, wie Kirche in neuen Raumschaften funktionieren kann, die sowohl vom Engagement auf dem Dorf als auch von großen Zusammentreffen in der Stadt leben. 
In ihrem Vortrag stellten die beiden Dekanatsreferent:innen Bernhard Wuchenauer und Monika Scafuro die Beschlüsse des Diözesanrates sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die zukünftige strukturelle Ausrichtung der Kirche und die pastorale Arbeit vor Ort vor. 
Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch die Umschreibung der neuen Raumschaften. Zunächst hörten die Anwesenden Informationen zum zeitlichen Ablauf der nächsten Monate sowie zu den Kriterien, nach denen Raumschaften gebildet werden können. Im letzten Schritt präsentierte Dekan Volker Weber einen Vorschlag der Steuerungsgruppe, wie das Dekanat in vier Raumschaften aufgeteilt werden könnte. Anhand dieses Vorschlags sind die Kirchengemeinderäte nun aufgefordert, in ihren Gemeinden, im Gemeinsamen Ausschuss und bei Gemeindeversammlungen darüber zu diskutieren, zu welcher Raumschaft das Gebiet ihrer derzeitigen Kirchengemeinde gehören soll. 

Anregender Austausch in den Seelsorgeeinheiten

Nach einem langen Teil des Zuhörens tauschten sich die Anwesenden in Kleingruppen innerhalb Ihrer Seelsorgeeinheiten aus. Dabei wurde deutlich, dass in den Kirchengemeinden durchaus auch Verständnis für diesen Prozess vorhanden ist. Viele sind froh, dass es nun einen konkreten Plan gibt, der in die Umsetzung kommt. Wie sie ihre Mitglieder in den Kirchengemeinden aber auf diesem Prozess gut mitnehmen können, ist für viele noch nicht ganz klar.

Ermutigende Statements der Anwesenden

Anschließend hatten die Anwesenden die Möglichkeit, ihre Anregungen vorzutragen und sie der Steuerungsgruppe mitzugeben. Es waren viele ermutigende Statements zu hören. So berichtete beispielsweise ein Teilnehmer der Gesamtkirchengemeinde Esslingen von ihrem Pastoralkonzept, mit dem sie bereits gute Erfahrungen gemacht haben und das sie auch gerne anderen im Dekanat vorstellen möchten.
Auch Pfarrer Bernhard Ascher aus der Kirchengemeinde Plochingen konnte von vielen positiven Erfahrungen der letzten zehn Jahre berichten. Er hat die Erfahrung gemacht, dass sich eine Union sehr positiv auf die Organisation und Struktur der Kirchengemeinde auswirken kann: „Wir können viel mehr gestalten und müssen weniger verwalten“, so seine Erfahrung aus den arbeitenden Ortsausschüssen.

„Wir finden immer wieder eine Lösung“

Die Empfindungen über das weitere Vorgehen ging dabei bei den Teilnehmenden durchaus in verschiedene Richtungen. Die einen sind skeptisch bezüglich des straffen Zeitplans, die anderen möchten sogar noch visionärer denken. „Wir finden immer wieder eine Lösung“, fasste ein Teilnehmer das Grundvertrauen der meisten gut zusammen.

Mit einem gemeinsamen Vaterunser und einem Segen beendete der stellvertretende Dekan Stefan Möhler den Abend und ermutigte die Anwesenden, die kommenden Schritte gemeinsam und vertrauensvoll zu gehen.

Weitere Informationen zum Projekt “Kirche der Zukunft” mit seinen Teilprojekten lesen Sie auf unserer Themenseite Kirche der Zukunft.

Bilder von dieser Veranstaltung können Sie auf unserem Instagram-Kanal anschauen (@dekanat.esslingennürtingen)