Wie gestaltet sich Ehrenamt am Kirchort?
Einblicke in den DekanatsratPLUS
Wie werden wir in der Zukunft die Kirche vor Ort gestalten?
Das war die große Frage, mit der sich der DekanatsratPLUS am heißen Donnerstagabend beschäftigte. Mitglieder des Dekanatsrats, Gewählte Vorsitzende und Leitende Pfarrer trafen sich dazu im Gemeindesaal in Plochingen. Um alle auf einen Stand zu bringen, stellte Dekan Weber den aktuellen Stand zur Umschreibung der neuen Raumschaften im Dekanat Esslingen-Nürtingen vor.
Abschied von Johannes Warmbrunn
Doch bevor es intensiv in das Thema reinging, wurde Dr. Johannes Warmbrunn vom Dekanatsrat verabschiedet. Mit einer kleinen Bildershow und dazugehörigen Quizfragen nahm Bernhard Wuchenauer die Anwesenden auf eine kleine Zeitreise mit, welche die vielfältigen Aufgaben des ehemaligen Sprechers des Diözesanrates darstellten. So gab es Bilder von den Reisen nach Indien und Rom zu sehen, einen Einblick in die Corona-Sitzungen des Diözesanrates und auch die Frage nach dem Abschiedsgeschenk an den ehemaligen Bischof Fürst. Mit verschiedenen Delikatessen aus dem Landkreis Esslingen bedankte sich Esther Lang (Vorsitzende des Dekanatsrats) und gab Johannes Warmbrunn viele gute Wünsche und Gedanken mit auf den Weg. Das Zitat aus seinem Buch „„Glauben ist Privatsache“, meinen manche. Ich bin davon überzeugt: Glauben ist weder privat noch eine Sache“ war dann ein sehr guter Übergang auf die verschiedenen Blitzlichter der Gäste.
Praxisbeispiele aus Plochingen und Esslingen
Frau Karin Starz stellte die Gremienstruktur der Kirchengemeinde St. Konrad in Plochingen vor. Sie berichtete von den verschiedenen Ortsausschüssen und den Vorteilen, die Verwaltungsstrukturen zu entschlacken und damit wieder mehr pastorale Arbeit in den Gremien machen zu können.
Serafina Kuhn, Gemeindereferentin in Esslingen, stellte das Pastoralkonzept und die Schwerpunktkirchen der Gesamtkirchengemeinde Esslingen und gab einen Einblick in die Arbeit der Familienkirche. Mit vielen bunten Bildern konnte sie zeigen, wie das Konzept, die Zielgruppe von Kindern, Jugendlichen und Familien an einem zentralen Punkt anzusprechen und zu vernetzen, derzeit umgesetzt wird.
Ehrenamt zwischen System und Freiheit
Martin Fischer, Referent für Engagemententwicklung im Bischöflichen Ordinariat, teilte seine Überlegungen zur möglichen Zukunft des Ehrenamts an Kirchorten, das sich zwischen einem Systemerhalt und neuen Freiräumen bewegen könnte. Mögliche Lernorte könnten dabei die kirchlichen Verbände und die Kommunen sein.
Die Einblicke in diese verschiedenen Felder regten die Teilnehmenden an, Rückfragen zu stellen und kritisch zu prüfen, wie diese Einblicke in derzeitige Praxis und Überlegungen auch bei ihnen vor Ort umgesetzt werden könnten und wo manche Ideen vielleicht aber auch an ihre Grenzen kommen können.
Bei einem anschließend Imbiss mit Eis, Brötchen und Obst wurden anschließend noch viele weitere Gedanken ausgetauscht oder mit den Referent:innen im Gespräch weiterüberlegt.
Wir bedanken uns bei allen, die den Abend mitgestaltet haben sowie der Kirchengemeinde in Plochingen für die Gastfreundschaft und das viele Wasser!
Fotos vom Abend finden Sie auf Instagram!


