Zentrum der Jugend im Zentrum des Dekanats

Das Jugend- und Tagungshaus St. Antonius in Wernau feierte am 12. Juni 2010 mit einem Tag der offenen Tür seinen 80. Geburtstag.

Mit einem Tag der offenen Tür feierte am 12. Juni 2010 das katholische Jugend- und Tagungshaus St. Antonius in Wernau seinen 80. Geburtstag. Zahlreiche Interessierte aus der nähren Umgebung und der ganzen Diözese kamen, um einen Blick in die Zentrale der katholischen Jugendarbeit zu werfen und sich über laufende Aktionen und aktuelle Trends und Herausforderungen der Jugendpastoral zu informieren. Seit 1930 hat das Gebäude im Laufe der Zeit viele bauliche Veränderungen erfahren und unzählige Menschen haben es in ihren verschiedensten Funktionen und Ämtern als Begegnungsstätte der Jugend kennen gelernt. „Es ist ein Ort, der diejenigen eint, denen Jugendarbeit in der Diözese am Herzen liegt“, meinte Alexandra Stork, Diözesanleiterin BDKJ/BJA in ihrer Eröffnungsrede und kennzeichnete damit den Geist, der das Wirken der Ehemaligen und derzeit Aktiven über Jahrzehnte hinweg und bis heute bestimmt.

Junge Menschen, um die es ja bei der Jugendarbeit geht, waren beim Spielen, Musizieren, Ausprobieren und Informieren an den Ständen der Jugendverbände und Fachstellen auf dem gesamten Gelände zu sehen: Die Freiwilligendienste verhalfen mit einem Rollstuhlparcours zu einem spannenden Perspektivwechsel, die Ministranten luden zum Weihrauchquiz, die PadfinderInnen zu Filzbasteleien und Stockbrot und auf dem Rasen hinter dem Festzelt waren die Spiele „Juggern“ und „Kubb“ angesagt. Das Angebot der Hausführungen nahm da eher die Generation Ü50 an. Neben den baulichen Veränderungen über die Jahrzehnte interessierte sie auch der Blick zurück in die alten Zeiten, etwa im BDKJ-Kino, in der Plakatausstellung oder bei der Geschichtspräsentation „Einst & Jetzt“, die Fotos von den Anfängen der Jugendarbeit in den 50ern bis heute zeigte. Weitere markante Meilensteine der diözesanen Jugendarbeit von der Vergangenheit bis zur Gegenwart gab es anhand der neu aufgelegten Jugendhaus Chronik „Arbeiten und Leben", die druckfrisch zum Jubiläum zum Verkauf angeboten wurde. 

Beim abschließenden Gottesdienst mit Weihbischof Thomas Maria Renz feierten alle BesucherInnen das, was sie mit dem Haus und seiner Geschichte vereint: 80 Jahre katholische Jugendarbeit. Gabriele Denner, Geistliche Diözesanleiterin BDKJ/BJA, griff in der Predigt die Frage Jesu an seine Jünger „Was wollt ihr?“ auf, indem sie diese als Leitmotiv für die kirchliche Jugendarbeit deutete: „Kirche dient jungen Menschen und bietet ihnen in erster Linie Begegnung an, so genannte innere Wohnräume, wo junge Menschen spüren, dass es um sie als ganzen Menschen geht.“   

Weihbischof Thomas Maria Renz bekräftigte diese Sichtweise, indem er davon sprach, dass man die Jugend darin bestärken solle ihre ganz eigene Art von Glauben zu leben. „Auf diese Weise erhält die Jugend die Kraft die Kirche zu bewegen und zu verändern.“ Etwas, das zum Lauf der Geschichte dazugehört. Das ewig Beständige ist das sich stetig Verändernde.

Informationen gibt es bei der BDKJ-Diözesanstelle Rottenburg-Stuttgart, Antoniusstr. 3, 73249 Wernau, Tel. 07153 3001-114, E-Mail: dioezesanleitung(at)bdkj.info