Ein Brotteig braucht Zeit – Familien auch!

Erfolgreiche Premiere des Familientages im Freilichtmuseum Beuren

„Einfach spitze, dass du da bist“, klang es über den Bolzplatz des Freilichtmuseums in Beuren. Der Kinder- und Jugendchor St. Magnus aus Wernau steckte mit seiner Begeisterung die Besucher an, mitzusingen, zu klatschen, zu hüpfen und zu tanzen. 400 Menschen sind zu dem „Brot.Zeit.Fest.“ gekommen. Familien aus nah und fern. Auf Bierbänken, im Gras, auf Picknickdecken sitzend feierten sie gemeinsam Gottesdienst. Eingeladen hatten dazu die katholische und evangelische Kirche im Landkreis Esslingen zusammen mit dem Freilichtmuseum Beuren. „Dass so viele Menschen gekommen sind, übertrifft all unsere Erwartungen! Schön, dass ihr da seid“, begrüßte Ute Rieck, Beauftragte für Familienpastoral im Dekanat Esslingen. Die Stimmung erinnerte an die Begebenheit vor 2000 Jahren, als Jesus mit 5000 Menschen Brot teilte. Pfarrerin Anne Rahlenbeck aus Neuffen legte das Evangelium zum Brotwunder so aus, dass die Menschen damals sich von Jesus anstecken ließen und selbst großzügig wurden. Auch vergangenen Sonntag wurde zusammen Brot und Leben geteilt, Dank und Bitte, Hoffnung und Sorge. Zu den Fürbitten brachten Kinder die Brotzutaten zum Altar. Hefe stand als Symbol dafür, dass Familien auch Ruhezeiten brauchen, um miteinander aufzugehen. Salz wurde verbunden mit der Bitte um Würze im Alltag. Beeindruckend für die Kinder war, wie Rita Biste-Wessel das Gesprochene in Gebärden übersetzte. Der Dank nach dem gemeinsamen Brotteilen wurde von allen in Gebärdensprache gebetet. Tobias Haas, Seelsorger bei Menschen mit Behinderung, regte mit ausdrucksstarken Gesten dazu an.

Beim anschließenden Picknick unter den Streuobstwiesen war eine tiefe Zufriedenheit spürbar. Es schien, als haben die Familien den Wunsch nach Ruhe- und Oasenzeiten gleich wahr werden lassen. Nachmittags konnten die Familien unter verschiedenen Angeboten wählen: vom Holzkreisel malen, Tiere füttern, einer Märchenerzählerin lauschen, über Brötchen backen im historischen Backhaus bis hin zum Theater im kühlen Schafstall. Der Kinderbeirat der Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen produzierte kiloweise Popcorn, das bei den kleinen Besucher*innen bestens ankam.

Zum Abschluss des Tages wurden Raketen in den Himmel entlassen – mit Füssen, Händen und Stimme: für alle Mamas, für alle Papas, für alle Kinder, für alle Omas & Opas, Tanten & Onkels, Freunde & Freundinnen. „Gibt es solch einen Tag nächstes Jahr wieder?“, fragte eine Mutter aus Leinfelden. „Ich mache auf alle Fälle Mundpropaganda. Das war so toll!“

PM: Ute Rieck