Siebtes Vernetzungstreffen in Kirchheim-Jesingen

„Das hätte es alles nicht gegeben“ ...

... ohne den diözesanen Anstoß zum pastoralen Entwicklungsprozess Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten - darüber waren sich die TeilnehmerInnen beim siebten Vernetzungstreffen am 19. März einig. Dekan Magino wies in seiner Begrüßung auf die besondere Symbolik hin:
„Die Zahl 7 bedeutet biblisch gesprochen Vollendung, auch wenn das auf den heutigen Abend nur bedingt zutrifft.“
Zwar werde mit diesem Treffen die Reihe der Vernetzungstreffen abgeschlossen - das Thema Kirchenentwicklung sei damit aber nicht zu Ende.

So stand der Abend auch unter dem Thema „Kirchenentwicklung geht weiter“.

Die Teilnehmenden tauschten sich über ihre ermutigenden Erfahrungen im Entwicklungsprozess aus. Es wurde deutlich, wie viele Kooperationen innerhalb der Seelsorgeeinheiten und mit anderen Akteuren entstanden sind. Die Haltungen im Prozess wurden als hilfreich erlebt. Eine besondere Herausforderung stellt die Haltung des Lassens dar; diese gilt es noch einzuüben und umzusetzen. Sorgen bereitet die Entwicklung im Bereich Ehrenamt: Menschen engagieren sich anders als früher; viele Ehrenamtliche fühlen sich mit Themen wie Pastoralbericht und bevorstehende KGR-Wahl überfrachtet. Und noch eines wurde klar benannt: Der Missbrauchsskandal zerstört vielfach, was in der Kirche am Ort und an vielen Orten an Gutem entstanden ist.

Was ist hilfreich, was ist hinderlich, was ist zu beachten, damit Kirchenentwicklung geht - dazu gab es beim Vernetzungstreffen viele Anregungen derer, die im Prozess engagiert waren oder es noch sind. Das Prozessteam Dekanat wird sie zusammenstellen und in einem „Empfehlungsschreiben“ an die neu gewählten Mitglieder der Kirchengemeinderäte weitergeben. Denn das wird eine wichtige Aufgabe der neu zu wählenden Gremien sein:
„Der Kirchengemeinderat (…) initiiert und begleitet Entwicklungsprozesse“ KGO § 18 (3).